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Bremen

Verein öffentliche Zuschüsse Kapazität Aufgenommene Tiere
Hundezwergenhilfe nein ca. 30 Hunde in D Hunde
Zuflucht für Notboxer e.V. nein ca. 10 Hunde in D Hunde
Rumänische Findelhunde e.V. nein ca. 15 Hunde in D Hunde
Accion Francisco e.V. nein begrenzt in Pflegestellen in D Hunde, Katzen
Katzenhilfe Bremen e.V. nein ca. 30 Katzen in Pflegestellen Katzen
Katzenschutzbund Bremen e.V. nein begrenzt in Pflegestellen Katzen
Bremer Tierschutzverein e.V. (Tierheim Bremen) ja ca. 50 Hunde, 180 Katzen, einige Kleintiere und andere Tiere Hunde, Katzen, Kleintiere, Exoten, Pferde, Affen

In Bremen sind sieben Tierschutzvereine ansässig, von denen einer zur Unterbringung und Versorgung von Fundtieren durch öffentliche Zuschüsse unterstützt wird. Bis auf diesen und zwei Katzenschutzvereine konzentrieren die übrigen Tierschutzvereine ihre Arbeit auf das Ausland.

Der Bremer Tierschutzverein betreibt das Tierheim Bremen und erhält zur Unterbringung un Versorgung von Fundtieren öffentliche Zuschüsse der Stadt Bremen. Das Tierheim hat eine recht hohe Aufnahmekapazität, die es auch für einen Einzugsbereich in der Grössenordnung der Stadt Bremen braucht, sodass hier auch 11 Gnadenbrottiere untergebracht werden können wie beispielsweise zwei Rhesusaffen. Zu den Tieren gehören auch Pferde, wobei ein Haflinger davon zum therapeutischen Reiten ausgebildet wurde. Therapeutisches Reiten bietet der Tierschutzverein einmal die Woche mit einer Therapeutin für körperlich oder geistig Behinderte Menschen kostenlos an. Der Tierschutzverein ist sehr aktiv mit verschiedenen Veranstaltungen, wie beispielsweise der Teilnahme an Aktionstagen gegen Tierleid auf dem Bremer Marktplatz, Besucher-Sonntage mit Festen, Spendenläufe zugunsten des Tierheims und spezielle Hundeworkshops mit Profis. Des Weiteren bietet das Tierheim eine eigene Hundeschule, seine Teilnahme an dem Urlaubsservice ‘Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier’ und unterstützt mit einem Projekt die Hunde obdachloser Menschen. Dazu verteilt das Team des Tierheims einmal wöchentlich am Hauptbahnhof kostenlos Futter für die Hunde und Katzen Obdachloser und anderweitig bedürftiger Menschen.
Die Auffassungen über das Tierheim Bremen gehen jedoch stark auseinander. Zahlreiche Besucher und Interessenten haben die Bekanntschaft mit unfreundlichen Mitarbeitern gemacht, fühlten sich von oben herab behandelt und man hatte öfter den Eindruck, mit seiner Anwesenheit als Besucher zu stören. Ebenfalls haben viele den Eindruck, dass das Tierheim nicht wirklich die in engen Käfigen oder kleinen Räumen sitzenden Tiere zu vermitteln. Die Mitarbeiter hätten sehr hohe Ansprüche zur Vermittlung eines Schützlings, was einerseits vollkommen richtig ist. Doch wenn ein Interessent selbst einen grossen Garten bieten kann, wo die Tiere Platz zum Spielen haben, ist es schon traurig, dass dort keine Katze oder Hund an erfahrene Besitzer vermittelt würde, beispielsweise auch im Fall von Hunden, da der Hauseingang eine kleine Treppe habe, was sich eigentlich nicht als Problem zur Aufnahme eines Junghundes darstellen würde. Möglicherweise sind die Mitarbeiter sehr bemüht um das zukünftige Wohl der Schützlinge, doch sollten die Mitarbeiter sich dann auch entsprechend im Umgang mit Interessenten und Besuchern sowie dem Wahrnehmen von Platzkontrollterminen bemühen.

Der Katzenschutzbund Bremen e.V. sowie die Katzenhilfe Bremen e.V. setzten sich bereits seit vielen Jahren für den Katzenschutz in Bremen ein, wofür Futterstellen wild lebender Katzen betreut werden, bei Bedarf diese auch durch die Vereine medizinisch versorgt werden und regelmäßig Kastrationsaktionen der wild lebenden Katzen durchführen. Während die Katzenhilfe Bremen abgegebene oder herrenlose Katzen in privaten Pflegestellen bis zu einer Vermittlung unterbringt, konnte der Katzenschutzbund Bremen eine eigene geräumige Auffangstation zur Unterbringung in Not geratener Katzen aufbauen.

Accion Francisco e.V., Rumänische Findelhunde, Zuflucht für Notboxer sowie die Hundezwergenhilfe konzentrieren ihre Tierschutzarbeit auf das Ausland. Accion Francisco ist mit seiner Tierschutzarbeit auf Formentera aktiv und versorgt dort herrenlose Katzen mit Futter und medizinsicher Betreuung. Durch Kastrationen versucht der Verein die Katzenpopulation auf Formentera zu begrenzen. Katzen vermittelt der Verein jedoch nicht nach Deutschland, sondern lediglich vereinzelt Hunde, da der Verein die Probleme vor Ort angehen will, denen durch ein Import der Tiere nach Deutschland kein nachhaltiger Einhalt geboten werden kann. Rumänische Findelhunde konzentriert seine Tierschutzarbeit auf Notleidende Hunde in Rumänien und bietet neben der Vermittlung eigener Schützlinge Vermittlungshilfe befreundeter Tierschutzpartner. Der Verein organisiert auch ein paar kleine Veranstaltungen, wie eine Spielrunde mit Hunden oder einen Pack Walk sowie Seminare beispielsweise zu Themen wie ‘Erste Hilfe am Hund’. Aus den rumänischen Findelhunden entstand schliesslich die Hundezwergenhilfe, welches ein Netzwerk von Tierschützern ist, um vorwiegend kleinen Hunden aus Rumänien ein neues Leben in Deutschland zu ermöglichen. Zuflucht für Notboxer konzentriert seine Tierschutzarbeit auf Boxer und Boxermischlinge, die im In- oder Ausland in Not geraten sind. Dazu nimmt der Verein auch Boxer aus Privathaushalten auf, allerdings auch aus anderen Tierschutzorganisationen und betreibt eine regere Tierschutzarbeit für Boxer aus Ungarn.

Es scheint, dass Bremen gut mit dem vorhandenen Tierschutz abgedeckt ist, wobei es natürlich prima ist, dass das Tierheim sich selbst Exoten und Grosstieren annimmt. Sofern jedoch die Freundlichkeit der Mitarbeiter zu wünschen lässt und auch Platzkontrolltermine ohne Begründung oder gar einer Entschuldigung nicht wahrgenommen werden, sitzen dort unnötig lange Tiere bis sie in ein neues Zuhause ziehen. Dazu ist es auch erschreckend, dass scheinbar nicht auf genügend Platz für die Schützlinge Wert gelegt wird, wenn sie alle in sehr kleinen Räumen und Käfigen sitzen. An der Stelle sollte das Tierheim eine Erweiterung planen und versuchen umzusetzen, damit die Schützlinge bei ihrer oft langen Wartezeit auf ein neues Zuhause nicht zu eingeengt sitzen müssen, was wiederum gerne Beissereien provozieren kann. Immerhin ist das Tierheim jedoch auch sehr bemüht mit seiner Öffentlichkeitsarbeit, um den Tierschutzgedanken zu verbreiten und zu fördern. Es wäre gut, wenn die anderen Vereine ebenfalls ein wenig mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben würden, was kaum der Fall ist, um auch auf sich und ihre wertvolle Tierschutzarbeit aufmerksam zu machen.

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