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Hamburg

Verein öffentliche Zuschüsse Kapazität Aufgenommene Tiere
Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz nein
IFAW Internationaler Tierschutz Fonds nein
Terra Mater e.V. Umwelt- und Tierhilfe nein keine Aufnahme in HH, jedoch in der Tierauffangstation in Graben-Neudort (Baden-Wuerttemberg) Hunde, Katzen, Kleintiere, Pferde, Reptilien, Nutztiere, Wildtiere
Tiere aus Russland nein begrenzt in Pflegestellen Hunde, Katzen
Pro Animal Welfare Hamburg e.V. nein begrenzt in Pflegestellen Hunde, Katzen
Perros de Catalunya e.V. nein begrenzt in 6 Pflegestellen Hunde
Mit Tieren leben e.V. nein begrenzt in Pflegestellen Hunde
Franziskus-Tierheim (bmt-Tierheim) nein max. 30 Hunde, 50 Katzen, 40 Kleintiere Hunde, Katzen, Kleintiere
Pluto Tierschutz Europa e.V. nein sehr begrenzt in Pflegestellen Hunde, Katzen
Hundehilfe Hamburg nein begrenzt in Pflegestellen Hunde
Katzenschutzgruppe Winterhude nein sehr begrenzt in Pflegestellen Katzen
Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. ja ca. 90 Hunde, 50 Katzen, rund 150 Kleintiere Hunde, Katzen, Kleintiere, Reptilien, Vögel, Nutztiere

In Hamburg direkt sind ganze 12 Tierschutzvereine und -organisationen ansässig. In weiteren umliegenden Gebieten Hamburgs, gibt es jedoch noch ein paar mehr Vereine, die sehr ähnliche Tierschutzarbeit wie die Vereine in Hamburg leisten. Auffällig ist, dass die Kapazität der Tierheime fuer eine Stadt in der Grösse wie Hamburg ein wenig gering erscheint. Vermutlich werden die Tierheime durch die Aufnahme von Tieren in anderen Vereinen ein Stück weit entlastet.

Hundehilfe Hamburg bietet ebenfalls auch eine Betreuung von Hunden in einer Tagesstätte sowie Verhaltenstherapie für verhaltensauffällige Hunde an, sodass auch wenn man den ganzen Tag arbeiten ist, nicht aus Zeitmangel auf einen Hund als Freund fürs Leben verzichten muss, bzw. auch durch eine solche Initiative eine Abgabe im Tierheim ‘aus Zeitmangel’ umgangen werden kann.

Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. bietet mit einer Wildtierstation ebenfalls die Möglichkeit verletzte oder verwaiste Wildtiere bis zur Genesung und der anschliessenden Auswilderung aufzunehmen. Dieser Tierschutzverein ist nicht nur im praktischen Tierschutz direkt vor Ort aktiv, sondern engagiert sich zusätzlich auch im Auslandstierschutz und nimmt Tiere aus Rumänien zur Vermittlung in Deutschland auf, die in ihrem Ursprungsland keine Chance auf ein (glückliches) Leben haben. Auch ist der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit, um auf weitere Tierschutzprobleme aufmerksam zu machen und entsprechend zu informieren. Zusätzlich engagiert sich der Verein ebenfalls auf der politischen Ebene, um nachhaltige Verbesserungen im Tierschutz, auch fuer Landwirtschaftstiere, zu erzielen. Leider ist es wohl bekannt, dass die aufgenommenen Tiere dort ganz gut versorgt werden, es jedoch häufig an Freundlichkeit der Mitarbeiter mangelt, was einige Menschen abschreckt von dort ein Tier aufnehmen zu wollen. Ähnlich sieht es mit dem Franziskus-Tierheim, einem der bundesweit 11 betreuten Tierheime des bmt. Zwar werden die Schützlinge wohl sehr gut umsorgt und auch ist der Verein sowohl auf der politischen Ebene als auch mit Öffentlichkeitsarbeit sehr aktiv in Hamburg, doch mangelt es auch ihr scheinbar einigen Mitarbeitern an Freundlichkeit, sodass Interessenten das Gefühl haben, man wolle ihnen entweder kein Tier vermitteln oder ein Tier, an dem man interessiert ist, wird einem ausgeredet. Es ist verständlich, dass die aufgenommenen Schützlinge den Tierheimmitarbeitern auch ans Herz wachsen und sie mehr als genug Schattenseiten tagtäglich sehen müssen, wozu es natürlich auch wichtig ist sich Interessenten sehr genau anzusehen. Anstatt die Tiere jedoch ewig im Heim sitzen zu lassen, wäre es vielleicht eine Alternative engen Kontakt mit neuen Tierhaltern beizubehalten, Nachkontrollen im neuen Zuhause durchzuführen und sich einfach als Ansprechpartner fuer jegliche möglichen Probleme, die auftreten können, wenn man sich mit einer bestimmten Rasse vielleicht nicht auskennt, anzubieten.

Im In- und Ausland engagiert sich der Pluto Tierschutz Europa e.V.. Konkret im Auslandstierschutz engagieren sich drei Vereine. Mit Tieren leben e.V. ist auch sehr engagiert im Tierschutz allgemein und betreibt viel Öffentlichkeitsarbeit beispielsweise auch zum Walfang, ausser der Aufnahme und Vermittlung von Hunden aus Rumänien. Pro Animal Welfare setzt sich mit seiner Tierschutzarbeit vor allem fuer rumänische und ungarische Hunde ein, doch ist der Verein auch im Inland aktiv, beispielsweise um Kühe vor dem Schlachter zu retten und ihnen stattdessen noch ein würdiges Leben zu erkämpfen. Die Arbeit dieses Vereins konzentriert sich somit nicht nur auf die Hunde, sondern ist vielfältig auf weitere Tierschutzthemen ausgeweitet, wofür auch entsprechend Öffentlichkeitsarbeit gemacht wird. Perros de Catalunya e.V. und Tiere aus Russland e.V. sind zwei weitere im Auslandstierschutz engagierte Vereine.

Terra Mater e.V. nimmt in Hamburg keine Tiere auf, sondern kümmert sich mit seiner Geschäftsstelle in Hamburg vorwiegend um die Öffentlichkeitsarbeit, während der Verein in einem anderen Bundesland eine Tierauffangstation betreibt. Vier Pfoten – Stiftung fuer Tierschutz ist wie der IFAW vorwiegend in der Öffentlichkeitsarbeit rund um den Tierschutz auf der ganzen Welt aktiv, um auf die vielfältigen Tierschutzprobleme in jedem Land der Welt aufmerksam zu machen und zu informieren, was man zur Abhilfe tun kann. Allerdings betreut Vier Pfoten unter anderem auch Projekte im Ausland zur Versorgung von Streunern. Ähnlich gestaltet es sich mit der Projektarbeit des IFAW, der eine Versorgung von Tieren auf der ganzen Welt unterstützt, besonders in abgelegenen Gegenden, in denen eine tierärztliche Versorgung schlicht nicht vorhanden ist. Allerdings hat der IFAW auch ein Projekt in Deutschland ins Leben gerufen, um in Not geratenen Tierbesitzern bei der Versorgung ihrer Haustiere besonders bei gesundheitlichen Problemen zu helfen.

Allgemein lässt sich sagen, dass Hamburg im Grossen und Ganzen ganz gut mit der Arbeit der jeweiligen Tierschutzvereine abgedeckt ist, wo jeder Verein seine Aufgabe sieht und sie entsprechend verfolgt. Ein Tierschutzproblem liegt hier eher an einer ganz anderen Stelle: Freundlichkeit und Umgang mit Menschen besonders von den Tierheimen. Viele Menschen beschäftigen sich nicht gross weiter mit dem Tierschutz und kennen nur ein Tierheim als Anlaufstelle, wenn man ein verletztes Tier findet oder wenn man einfach einem Lebewesen, welches bisher vielleicht nicht ganz so viel Glück in seinem Leben hatte, eine zweite Chance geben möchte. Wenn man unfreundlich abgefertigt wird, fühlen sich Menschen, die gerne einem Lebewesen in seiner Notlage helfen möchten, allein gelassen und enttäuscht und werfen mit ihrem ganz eigenen persönlichen Beitrag zum Tierschutz bereits die Flinte ins Korn. Auch wenn fast jeder heute ein Smartphone besitzt, kommt nicht jeder auf die Idee seine Stadt nach weiteren Tierschutzvereinen zu googeln, wo sich vielleicht jemand freundliches und hilfsbereites finden würde. Selbstverständlich kann auch nicht jeder Mensch schon einmal einen Hund, eine Katze oder andere Tiere gehabt haben, das auch noch in verschiedenen Rassen, sodass man auch ‘Tierhalter-Anfängern’ eine Chance mit entsprechender begleitender Beratung geben sollte, wenn diese sich bereit erklären ein bestimmtes Tier bei sich aufnehmen zu wollen. Des Weiteren kann der Tierschutzgedanke nicht sonderlich grossartig gefördert werden, wenn Mitarbeiter eines Vereins vielleicht gut mit Tieren können, aber es an Kommunukationsfähigkeiten gegenüber Menschen mangelt.

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