Warum Sie ein Tier adoptieren sollten - plus Checkliste zur erfolgreichen Adoption

Mai 19, 2020 Blog

Ein Haustier zu haben ist ein wunderbares Gefühl. Trotzdem ist es immer empfehlenswert, dass Sie Ihre Entscheidung überdenken, ob Sie einen Streuner oder eine spezielle Rasse von Hunden oder Katzen adoptieren möchten.

Halterlose oder herrenlose Gemeinschaftshunde und -katzen sollten der neue Begriff für die Definition von streunenden Hunden und Katzen sein. Es gibt auf der ganzen Welt 60000 streunende Hunde und Katzen. Zwei Millionen Katzen leben als Streuner hierzulande, die Tierheime sind immer voll.

Warum sollten Sie einen Hund oder eine Katze von einer Tierschutzorganisation adoptieren?

1.Es lehrt Sie mitfühlend zu sein
Die Adoption eines Hundes oder einer Katze vermittelt Ihnen Mitgefühl, Fürsorge und Einfühlungsvermögen. Sie lernen, ein fürsorglicher Halter zu sein und mitfühlend mit dem verlassenen Hund oder der Katze umzugehen.

2. Verantwortung lernen
Sie werden verantwortungsbewusster und pflegen gleichzeitig das adoptierte Haustier und andere in Ihren sozialen Kreisen. Sie fühlen sich genauso verantwortlich wie ein Elternteil, der sich um seine Kinder kümmert.

3. Ein treuer Freund fürs Leben
Sie verdienen einen treuen Freund fürs Leben. Einer, der loyal ist und Sie jederzeit mit Liebe und Zuneigung überschüttet, auch wenn Sie einen schlechten Tag haben oder gerade erst aufgestanden sind.

4. Gut für die Gesundheit
Hunde sollen sich geistig und körperlich positiv auf den Menschen auswirken. Es ist bekannt, dass sie den kardiovaskulären Zustand des Körpers verbessern. Den gleichen Effekt haben Katzen auf Ihre Besitzer.

Die Entscheidung, einen verlassenen Hund oder eine Katze aufzunehmen, sollte jedoch nicht in Eile getroffen werden. Als angehender und bestehender Tierelternteil gilt es, die folgenden Fragen zu berücksichtigen, bevor sie sich für die Adoption eines Hundes oder einer Katze entscheiden:

  • Wollen Sie wirklich adoptieren? Ist es die Entscheidung der ganzen Familie?
  • Haben Sie Zeit für ein Haustier und / oder sind Sie bereit, es zu akzeptieren, wie es ist?
  • Finanzen und andere Unterstützungssysteme sollten vorher bedacht werden. Was ist, wenn es krank wird oder Sie in den Urlaub fahren? Haben Sie genug Geld für artgerechte Ernährung?
  • Haben Sie genug Platz?
  • Haben Sie vor Ihrer Adoption den Tierarzt zu einer Beratung besucht?
  • Haben Sie Grundkenntnisse, um bestimmte Welpen oder Hunde auszuwählen?
  • Kennen Sie mögliche Gesundheitsprobleme?
  • Haben Sie Kenntnisse über die Kastration?

Darüber hinaus ist eine Impfung äußerst wichtig, um sicherzustellen, dass der adoptierte Hund oder die adoptierte Katze nicht erkrankt und der gesamte Haushalt infektionsfrei bleibt. In der Regel wird eine Grundimmunisierung bereits von den Tierschutzorganisationen durchgeführt sowie eine Kastration (dies gilt insbesondere bei Katzen), Entwurmung und flohfrei sind die Tiere in der Regel auch. Allerdings kann es vorkommen, wenn Sie aus dem Ausland adoptieren, dass Mittel gegen Parasiten verabreicht wurden, gegen die die Parasiten mittlerweile resistent sind. Das bedeutet, ganz gleich von welcher Tierschutzorganisation Sie ein Tier adoptieren, der erste Weg innerhalb der ersten Tage zumindest oder besser noch auf dem Weg in Ihr Zuhause bei einem Tierarzt zum allgemeinen Check angesagt ist. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass die richtigen Mittel verabreicht wurden und ob vielleicht andere gesundheitliche Auffälligkeiten bestehen, die in Angriff genommen werden sollten, sobald Ihr Liebling sich bei Ihnen eingelebt hat. Auch ist es hilfreich sicherzustellen, dass Ihr adoptierter Hund oder Katze wirklich flohfrei ist – Sie möchten sich nicht direkt Flöhe mit nach Hause bringen. Je nach Alter Ihres ausgewählten neuen Freund fürs Leben zum Adoptionszeitpunkt, kann es sein, dass Sie von der jeweiligen Tierschutzorganisation eine Kastrationspflicht erhalten, sollte er noch nicht kastriert sein.

Mit Impfungen scheiden sich noch die Geister. An und für sich ist eine Grundimmunisierung ausreichend und hält um einige Jahre länger an, im Gegensatz zu dem, was manche Tierärzte noch proklamieren. Entsprechend ist es ausreichend, die Impfungen alle drei Jahre aufzufrischen. Entwurmt werden sollte nach Bedarf, reichen Sie besser eine Kotprobe ein, bevor Sie eine Entwurmung durchführen, da auch diese für den Organismus Ihres neuen Lieblings belastend ist. Jedoch kann sich Ihr Hund oder Ihre Katze dennoch zwischen Einreichen der Kotprobe und Befund Würmer einsammeln, sollten keine zu finden sein.

Haben Sie Interesse an einer bestimmten Rasse, können Sie im Tierschutz durchaus auch fündig werden. Es gibt Tierschutzorganisationen, die sich auf die Rettung bestimmter Rassen spezialisieren. Nicht allzu selten landen jedoch aber auch Rassetiere im Tierheim.

Denken Sie daran, Tiere aus Tierschutzorganisationen sind vor allem eines, wenn Sie sie adoptieren: Dankbar. Sie wurden verlassen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Ihre vorherigen Besitzer wurden vielleicht krank oder verstarben oder fühlten sich der Verantwortung einfach nicht mehr gewachsen. In anderen Fällen waren sie vielleicht niedlich, als sie klein waren, aber später nicht mehr so sehr. Manche haben sehr viel Schlimmes erlebt. Erwarten Sie bitte nicht, dass Ihr Adoptivhund oder -katze zu Hause sofort auf ihrem Schoß kuscheln kommt. Sie brauchen ein bisschen Zeit, um sich einzugewöhnen und Sie kennenzulernen. Geben Sie Ihnen diese Zeit, werden Sie mit unendlich viel Liebe belohnt.

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